Nicht nur an Weihnachten: Warum Geschenke einfach dazu gehören!

Weihnachten ohne Geschenke ist möglich, aber irgendwie doch undenkbar. Geschenke gehören zu Weihnachten wie das Jesuskind in den Stall. Aber wieso ist das eigentlich so? Und wieso schenken sich Menschen überhaupt etwas?

Weihnachtsgeschenke – Turbo für den Handel oder unverzichtbares Ritual?

Ohne Zweifel ist Weihnachten das größte Geschenkfest des Jahres und für den Handel äußerst lukrativ: Ein Großteil des Jahresumsatzes wird in der Adventszeit realisiert, wenn alle Welt Geschenke für den Weihnachtsabend besorgt. Die Tradition des Schenkens auf kommerzielle Interessen zu reduzieren, wäre aber falsch und irgendwie auch traurig. Ich kann verstehen, dass viele Menschen in der Weihnachtszeit genervt sind von dem Rummel, der um das Thema Geschenke gemacht wird und dem Stress, den es oft bedeutet, sich um all die Sachen zu kümmern, die sich  – seien wir ehrlich – viele der Beschenkten auch einfach selbst kaufen könnten. Aber das Schenken ist viel mehr als nur der Austausch von Dingen. Viel wichtiger als der Wert der Dinge, die man verschenkt, ist der symbolische Aspekt, den jedes Geschenk hat.

Schenken – uralte Tradition mit sozialer Funktion

Aber wozu ist Schenken gut? Auf den ersten Blick scheint klar zu sein, dass wir jemandem etwas schenken, um ihm eine Freude zu machen. Darüber hinaus hat es aber durchaus auch gesellschaftlich relevante Komponenten. Soziologen sind sich einig, dass ritualisiertes Schenken seine Ursprünge schon in der frühen Menschheitsgeschichte hat. Eines der wichtigsten Werke in diesem Bereich ist das Essay „Die Gabe“ von Marcel Mauss, das bereits aus dem Jahr 1923 stammt. Der französische Soziologe und Ethnologe ging davon aus, dass zur Handlung des Schenkens nicht nur die Übergabe selbst zählt, sondern auch das Annehmen des Geschenks durch den Beschenkten sowie die Erwartung, dass dieser sich früher oder später revanchiert. Es gibt unterschiedliche Theorien zu den Wurzeln des Schenkens. Die meisten davon ähneln sich insofern, dass sie Geschenken gesellschaftsstiftende Funktion zuschreiben, weil sie ein Symbol für Wertschätzung und Zusammengehörigkeit sind.

Was beim Schenken zählt

Insofern geht es beim Schenken nicht nur um den materiellen Wert eines Geschenks, sondern vor allem um den symbolischen: Mit einem Geschenk zeigt der Schenkende, dass er den Beschenkten schätzt, je nach Situation vielleicht auch Dankbarkeit oder persönliche Zuneigung – auf jeden Fall aber kommuniziert ein Geschenk eine gewisse Verbundenheit. Und weil solche kleinen, liebenswürdigen Zeichen im Alltag oft untergehen und wir doch irgendwie alle gerne Geschenke auspacken, sollten wir auch zu Weihnachten nicht nur Kinder beschenken.

Übrigens: Der Soziologe Holger Schwaiger ist der Meinung, dass wir alle viel zu selten schenken. Er empfiehlt, lieber öfter mal ein kleines Geschenk zu machen, statt nur zu den großen Anlässen, um so die Kommunikation dauerhaft lebendig zu halten.

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ANNIKA KRÄFT

Die drei Gs: Annika Kräft schreibt in unserem Blog über Geschenke, Genuss und gutes Leben. Ihr eigenes Glück sucht und findet sie unter anderem im Grünen und beim Vorlesen.

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